Klassiker

Veröffentlicht am 23.03.2016 von nemesis

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Korn – Issues

Manche Puristen hatten gerne einen Spruch auf Lager, wenn es um Band-Namen im Metal-Bereich ging: Alles, was weniger als fünf Buchstaben im Namen hat: Vergiss´ es! Nun ja, nicht ganz. U.D.O.na(h)men bestätigen die Regel. Mal abgesehen davon, dass Korn schon seit Beginn die Szene doch auch polarisierten und eben nicht jeder auf ihren Sound Einstieg. 

Dieses Album war solide. Das typische Crossover-Geschrammel und leider noch nicht der ausgefeilte eigene Touch, den Korn im Laufe der Jahr zu einer wichtigen Band in diesem Genre erhoben haben. Interessant ist bei diesem Album allerdings, dass es gerade mehr Facetten eröffnet, wenn man es sich Jahre später und im aufmerksamen Revers-Vergleich anhört.

Issues ist schon noch recht Klischee gefärbt, auch in Sachen Texte – dennoch lassen sich Feinheiten ausmachen, die die späteren Trademarks der Crossover-Jungs werden sollten und zudem aus dieser Band auch die Mit-Wegbereiter des Nu Metal machten.

Experimentiert wurde bei diesem Album schon viel, aber eben leider noch ein wenig zu verhalten und zu wirr, was das Album recht langatmig erscheinen lässt. Man kann die abgespacten Parts hier nicht einmal psychedelisch nennen, denn dafür werden sie zumeist nicht lange genug verfolgt.

Eine der wenigen Ausnahmen. Hey Daddy – der Song ist wirklich gelungen. Das nächste Mal bitte mehr davon. Aber eines ist dieses Album. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man genau hinhören sollte – wer weiß, ob es nicht das nächste „große Ding“ wird.

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