Bands

Veröffentlicht am 23.01.2016 von nemesis

0

Portrait D.A.D.

D.A.D. – ein Portrait zu Everything Glows

Disneyland in the Dark

Tja, dafür steht die Abkürzung ja eigentlich. Aber wie die Amis das halt so gut können, würde der Band schon vor ewigen Zeiten mit einer Klage gedroht… Thema abgehakt.

Nun, so ganz die Alten waren die Jungs noch nicht, aber Everything Glows zeigte die Band wieder mit einer Menge ihrer alten Stärken und auch mit neuen, die sie auf der vorhergehenden Scheibe Sympathico noch nicht so richtig ausgeglichen eingesetzt hatten. Einen kleinen Besetzungswechsel haben die dänischen Spaßvögel auch zu verzeichnen, aber eigentlich alles recht unspektakulär. Zwei-Seiten-Basser Stic Pedersen erzählte erst einmal von den drei Showcases in Deutschland, die an den Tagen zu diesem Album stattgefunden hatten.

Gleicher Tag wie Guano Apes? Keine gute Idee

„Es war durchwegs gut, in Hamburg hatten wir seinerzeit fast die ganze neue Platte gespielt und die Stimmung unter den Leuten war sehr gut. Bis auf einen Gig, bei dem die Guano Apes in einer anderen Halle in derselben Stadt spielten, war es überall bis auf den letzten Platz gefüllt.“ Der neue Drummer Lars hatte also seine Feuertaufen gut überstanden. Ex-Drummer Peter L. Jensen stand der Band übrigens nach wie vor als Engineer zur Seite. Nachdem diese Showcases dazu da waren, um die Reaktionen in Deutschland auf die Platte an zu testen, sollten anschließend einige große Festivals in Skandinavien folgen und eine Tour im Spätherbst. Allerdings sah sich die Band besonders in Deutschland einer seltsamen Klassifizierung ihres Sounds gegenüber.

Doch kein Metal

„In Germany ist das ein bisschen schwierig für uns, auf einmal wurden wir als Heavy Metal-Band bezeichnet, was wir definitiv nicht sind und niemals waren. Wir hatten mit unserem Cowpunk begonnen, und mit dieser Einordnung konnte ich mich auch anfreunden. Natürlich war es schwer, Everything Glows umfassend zu beschreiben, aber Metal war das echt nicht. Wir hatten auf der Scheibe drei Arten von Songs: Diese typischen D.A.D.-Songs, balladeskes Material und diesen Classic Rock. Manchmal ein wenig experimentell, ein wenig Latin war auch dabei… wir versuchten, nicht auf der Stelle zu treten und uns immer wieder zu verändern. Aber manchmal bringt das die Leute wohl durcheinander. Ich finde es einen Scheiß, wenn man sich selbst kopiert.

Sau-Wetter und die „falschen“ Fans

Die Lyrics sind uns auch enorm wichtig und wir verbringen eine Menge Zeit damit, sie entsprechend auszuarbeiten. Wir spielen auch die Songs immer und immer wieder, da wir eben alles so gut wie möglich bringen wollen.“ Das hatten die Jungs auch Jahrs zuvor beim Wacken Open Air, als sie die superkurzfristig die Headliner-Position für Twisted Sister übernommen hatten. „Dort war ein fürchterliches Wetter und da die Fans eigentlich Twisted Sister und nicht uns erwartet haben, hatten wir zum Teil auch keine wirklichen D.A.D.-Fans vor der Bühne.

Es war aber schon spaßig mit unserem Sound im Gegensatz zu all den Metal Bands. Derart große Festivals sind für Bands schon was wichtiges, Vertreter von Radio und Presse sind anwesend und es kann sehr zu einer guten Promotion beitragen.“ Allzu große Schwierigkeiten dürften D.A.D. mit den TS-Fans aber dann doch nicht gehabt haben, verfügen die Dänen doch, auch nach Stic´s Aussage, über einen sehr guten Namen in nahezu allen Gefilden. Wie es sich für eine anständige Band gehört, sind D.A.D. natürlich auch im Internet vertreten (www.d-a-d.dk).

Die Liebe im Rock-Chat

Und auf deren Chat-Page können sich schon nette Sachen ereignen, wie Stic erzählte: „Auf unserer Seite hatten sich ein Mädel aus Deutschland und ein Ire kennengelernt. Die beiden sind jetzt zusammen. Außer dem Chatroom haben wir noch einen Shop, ein Diskussionsforum usw. dabei. Wir waren eine der ersten Bands in Dänemark, die eine eigene Homepage hatten. Selbstverständlich kann man uns auch jederzeit etwas per e-mail fragen.“ Irgendwie ist es allerdings schon nach wie vor ein bisschen beängstigend, dass man sich jetzt schon über Internetseiten kennenlernen muss. Ich spiele jetzt nicht auf das, von Stic erwähnte, Pärchen an, sondern auf die vielen Leute, die außer Computern nichts mehr machen.

„Man misst dem Ganzen zum Teil wirklich zu viel Bedeutung zu. In Amerika ist das alles noch krasser und das wird auch noch nach Europa rüber schwappen. Mal ganz abgesehen von all den Bands, die ausschließlich am Computer komponieren und ‚Musik‘ machen.“ Diese haben nach Stic´s Meinung nicht unbedingt eine lange ‚Lebenserwartung‘. „ Solche Bands haben ja im Live-Bereich absolut nichts vorzuweisen. Es werden die Formationen überleben, die auch live auftreten können und nicht nur auf Playbacks zurück greifen müssen.“

Studio-Outputs

  • Call of the Wild
  • D.A.D Draws a Circle
  • No Fuel Left for the Pilgrims
  • Riskin’ It All
  • Helpyourselfish
  • Simpatico
  • Everything Glows
  • Soft Dogs
  • Scare Yourself
  • Monster Philosophy

Aktuelles Album

Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark

photocredit: By BMonkey (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Tags: ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑