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Veröffentlicht am 22.11.2016 von nemesis

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Incubus

Die wahre Bedeutung von Musik

Mittlerweile war sie da, die neue Scheibe der sogenannten Alternative-Rocker Incubus. Wobei einen die erwähnte musikalische Stilrichtung schon ein wenig in die Irre führen könnte, klangen Incubus doch ein klein bisschen anders, als das Groß der Vertreter aus diesem Genre – und was aus den Jungs geworden ist… Hut ab. Auch Sänger Branden Boyd sieht das nicht viel anders.

„Eigentlich sehe ich uns nicht als Alternative-Combo, sondern als Metal-Band mit eigenem Stil. Sicher braucht man Schubladen, Begriffe und Bezeichnungen, um eine Band in etwa einordnen zu können. Man meint eben, man macht es dem Konsumenten damit leichter. Manchmal ist es schon witzig, welche Kategorisierungen sich Plattenfirmen einfallen lassen“, lacht Brandon und fährt fort, „ich bin der Meinung, man kann und sollte eine Band nicht durch etwas derartiges limitieren“.

„Morning View Sessions“

Viele Formationen lassen sich leider durch dieses Schubladendenken beeinflussen und versuchen, den nun gesteckten Erwartungen an ihren Sound zu entsprechen und diese Beschreibung auch zu erfüllen. Auch sollte man einen Musikstil in seiner Charakteristik nicht zu eng definieren. Warum soll Metal nicht mal mit modernen Elementen angereichert werden oder sich aus anderen Musikrichtungen inspirieren lassen? Incubus gelingt es meiner Meinung nach ganz gut, eine eigene Schiene harter und selbständiger Mucke zu fahren.“

Aus einem Guß

Doch nicht nur bezüglich Stil-Merkmale in der Musik ist der Sänger recht offen. Auch grundsätzlich ist Brandon der Meinung, dass das Zusammentreffen verschiedener Kunstarten enorm wichtig wäre.

„Megalomaniac“

„In meinen Augen sollte bei einer Band alles zusammenpassen: Das Musikalische, das Rhetorische und auch für das Gefühl soll was dabei sein. Was hilft es denn, wenn die Songs gut sind, aber die Texte gedankenlos und stupide und das Cover-Artwork null zum Thema passt. Es ist schwierig, die Stimmung eines Songs manchmal in Worte umzuwandeln und umgekehrt genauso. Aber man sollte bedenken, dass dies alles zu einem Gesamtbild zusammenkommt und auch gemeinsam wirkt.“

Musik als hohe Form der Kommunikation

Die Problematik der Gedankenlosigkeit lässt sich jedoch auf weitaus mehr Bereiche ausdehnen. Man überlege nur, für wie unbedeutend mancher Zeitgenosse das Medium Musik befindet.

„Das ist traurig. Musik ist eine hohe Form von Kommunikation. Vor Urzeiten verständigten sich die Menschen noch mit Trommelschlägen – nichts anderes als Rhythmus eben. Und auch kamen von unseren Vorfahren erst lange Zeit gesungene Laute bevor sie sich mühsam das Sprechen aneigneten. Musik hat nach wie vor eine informative und vor allem sehr emotionale Botschaft.

Und wenn jemand behauptet, Musik wäre ihm egal, kann ich nur für mich einen einzigen Schluss daraus ziehen. Musik bewegt und ruft Gefühle beim Hörer hervor. Einige Menschen haben meiner Meinung nach Angst, mit neuen Gefühlen, die sie zum ersten Mal durch Musik erfahren, konfrontiert zu werden. Diese Menschen machen einfach zu. Dabei können Emotionen, die man auf die Weise kennenlernt, im Leben sehr hilfreich sein.“

Members:

Gesang, Percussion: Brandon Boyd
Gitarre, Gesang: Mike Einziger
E-Bass, Gesang: Alex „Dirk Lance“ Katunich
Schlagzeug, Percussion: Jose Pasillas

Jetziges Line-up:

Gesang, Gitarre, Percussion: Brandon Boyd
Gitarre, Gesang: Mike Einziger
Schlagzeug, Percussion: Jose Pasillas
DJ, Keyboard: Chris Kilmore
E-Bass, Gesang: Ben Kenney

Veröffentlichungen:

Fungus Amongus
S.C.I.E.N.C.E.
Make Yourself
Morning View
A Crow Left of the Murder…
Light Grenades
Monuments and Melodies
If Not Now, When?

In den österreichischen Charts:

2008 mit der Single “Love Hurts” (Platz 12), 2011 mit “Promises, Promises” (Platz 48)

photocredit: Carlos Delgado [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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